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Nachhaltige Möbel – Wie man sie erkennt

In Deutschland haben Möbelstücke einen hohen Stellenwert. Wir wollen es nett zu Hause haben, wir wollen bequem schlafen und uns wohlfühlen. Vor allem zählt die Optik, der Komfortfaktor und der Preis. Auch wenn wir ansonsten sehr umweltbewusst und nachhaltig leben, achten wir bei Möbeln selten darauf woher sie kommen.

Die meisten Möbelstücke haben nicht nur einen langen Transportweg sie hinter sich, sondern auch ihre Materialien wie beispielsweise das verwendete Holz sind kritisch zu betrachten. Nicht selten stammt es aus krisengebeutelten Regionen der Welt, in denen hochwertiges Holz aufgrund der niedrigen rechtlichen Standards preiswert zu haben ist.

So erkennst du nachhaltige Möbelstücke

Im Haushalt sind zahlreiche Möbel aus Holz gefertigt

Das Problem mit Möbeln ist, dass es oft schwierig zu durchschauen ist, woher sie kommen und wo sie produziert werden. Eine Kennzeichnungspflicht gibt es nicht. Solltest du online direkt beim Hersteller bestellen, halte Ausschau nach Informationen darüber. Nachhaltige Produzenten werben häufig damit. Sollte das nicht der Fall sein, tritt mit ihm in Kontakt und frage gezielt nach. Ein Hersteller der nichts zu verbergen hat wird dir gerne offen berichten, woher die Ware kommt.

In gutsortierten Möbelhäusern wirst du hin und wieder ebenfalls einen kompetenten Verkäufer finden, der zumindest nachsehen kann wo das angebotene Möbelstück produziert wurde.

Unkritische Möbelstücke

Bei einigen Möbeln musst du dir keine großen Gedanken darüber machen, woher sie stammen. Vor allem bei Möbeln die überwiegend aus Blech, Aluminium und Kunststoff bestehen, wie beispielsweise bei einem Bier Pong Tisch, musst du kaum etwas beachten. Sie stammen zwar meist aus Fernost, es wurden jedoch keine Wälder für sie abgeholzt. Auch Plastikstühle und Tische haben außer den langen Transportwegen keine Schattenseiten.

Hier musst du aufpassen

Vermeidlich edle Holzmöbel sind oft bedenklich. Das liegt daran, dass viel Holz aus Russland, Brasilien, oder den Tropen kommt. Hier wird es regelmäßig illegal gerodet, nach Osteuropa gebracht, verarbeitet und anschließend in Deutschland vertrieben. Mit dem Kauf unterstützt du kriminelle Strukturen, trägst zur Rodung von wichtigen Wäldern wie beispielsweise dem Amazonas bei und förderst Billiglöhne. Auch in großen Möbelhäusern mit vermeidlich gutem Ruf werden ganze Wälder, beispielsweise in Rumänien, gefällt.

Nachhaltiger ist es, wenn du deine Möbel lokal beziehst. Mit einem Gang zum Schreiner oder Tischler um die Ecke unterstützt du einen Handwerker aus deinem Ort, bekommst sehr hochwertige Ware und weißt, woher sie kommt. In vielen Fällen ist diese Variante nur ein bisschen teurer als der Kauf eines Markenprodukts, doch wird dein Tisch deutlich länger halten.

Falls es dir in erster Linie um den Preis geht, ist es am sinnvollsten bereits gebrauchte Möbelstücke zu kaufen. Hier wurden die Ressourcen bereits aufgewendet und der Großteil des Transportweges wurde geschafft. Du gibst Möbeln ein zweites Leben und trägst somit dazu bei, dass der Lebenszyklus verlängert wird. Das freut nicht nur deinen Geldbeutel, sondern auch die Umwelt.

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